Der Adventskalender bei "MDR um 11"

Auch in der Weihnachtszeit geht der Trend zur Nachhaltigkeit- eine Frau aus Sachsen zeigt wie es geht.

Während sich ein Großteil wahrscheinlich schon wieder Gedanken macht, wie die Weihnachtsdeko aussehen soll oder welche Geschenke man noch organisieren muss, geht es bei Steffi Bartmuß aus Sachsen deutlich ruhiger zu - denn sie weiß sich selbst zu helfen. Sie verarbeitet alles was die Natur zu bieten hat. Da werden Weihnachtsgestecke aus natürlichen Dekomitteln wie Moose, Eicheln oder Ästen hergestellt. Dazu stellt sie den typischen Weihnachtsduft selbst her, da duften getrocknete Quittenkerne geräuchert wie gebrannte Mandeln, Fichtennadeln und Fichtenharz geben einen typischen Weihnachtsduft ab. Zudem weiß sie wie man Weihnachtsgebäck im Glas bäckt oder eine typische Weihnachtsmarmelade schmecken muss. Und zu guter Letzt, ist sie unterzeugt, dass selbsthergestellte Geschenkideen sowieso das Beste das sind, wie zum Beispiel gefüllte Kräuterkissen oder Räuchermischungen.

Weihnachtliche Gaumenfreuden. Was in Sachsen der Christstollen ist in Thüringen das "Schittchen".

Zu den allbekannten Weihnachtsbräuchen gehört natürlich auch das Backen. In Thüringen ist das wichtigste Weihnachtsgebäck in der Adventszeit- "das Schittchen", ein brotgroßes Hefegebäck mit Mehl, Butter, Schweinefett und ganz wenig Rindertalg, nicht zu viel Zucker und wenigen Rosinen. Nicht zu verwechseln mit Stollen. "Schittchen" kann eigentlich nur eine richtige Thüringer Hausfrau backen. Der Backvorgang geht soweit, dass er nur von Thüringer Meister Bäckern beherrscht wird. Ob ein Bäcker das geschützte Schittchen Rezept auch verkaufen darf, wird jedes Jahr von einer Fachkommission überprüft. Dort wird getestet, ob die Produkte würdig sind den geschützten Namen zu tragen.

Das Schwibbogen Puzzle. Sächsische Manufaktur fertigt die beliebten Lichterbögen aus tausend Teilen.

Der Dresdner Striezelmarkt im Miniatur-Format. Ein Seiffener Familienbetrieb fertigt seit mehr als 20 Jahren mechanische Schwibbögen, die eher an ein Schaubergwerk als einen Lichterbogen erinnern. Tausende Einzelteile - viele kaum zwei, drei Millimeter groß - zieren unter anderem einen Bogen mit dem Motiv der Frauenkirche Dresden. Die limitierten Sammlerstücke entstehen in filigraner Handarbeit, aber auch mithilfe moderner Lasertechnik. Rund einen Monat braucht das gesamte Team von 20 Leuten für 50 Bögen. Die Unikate haben den Wert eines Kleinwagens und stehen bei Liebhabern hoch im Kurs.